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Regionalgruppe
Rhein-Main

Nachbericht Dialog an Deck 2019

Die Regionalgruppe Rhein-Main der Gesellschaft für Informatik (GI) veranstaltete in Zusammenarbeit mit Wissenschaft im Dialog (WiD) den Dialog an Deck am 19. September 2019 in Frankfurt. Die Podiumsdiskussion an Bord der MS Wissenschaft thematisierte den Menschen im Mittelpunkt Künstlicher Intelligenz (KI) und beleuchtete hierzu insbesondere die ethische Dimension der KI. Unter der Moderation der Wissenschaftsjournalistin Monika Seynche wurde das Thema von Prof. Dr. Arjan Kuijper, Dr. Christof Leng, Prof. Dr. Jochen Triesch und den Besuchern unter verschiedenen Aspekten diskutiert. 

So wurde beispielweise diskutiert auf welchen Ebenen ethische Richtlinien wünschenswert und notwendig wären. Da die Nutzung der KI in unterschiedlichen Kulturkreisen ethisch unterschiedlich bewertet wird, erschien es sinnvoll ethische Richtlinien weltweit einzuführen. Ähnlich der Bio- und Chemiewaffenkonvention der Vereinten Nationen wurde der Bedarf einer weltweiten Vereinbarung einer ethischen Nutzung der KI angesprochen. Darüber hinaus sollten ethische Richtlinien aber auch auf weiteren Ebenen wie Kontinent, Staat und Unternehmen entwickelt und angewendet werden. 

Auch wurde das Lernen beim Menschen dem Lernen einer Künstlicher Intelligenz (KI) gegenüber gestellt. Einerseits wurde das überwachte Lernen zur Erkennung von Objekten und Krankheiten erörtert und andererseits aber auch ob eine KI Bewusstsein und ethisches Handeln erlernen kann, sowohl überwacht als auch autonom. Spannend in dem Zusammenhang war die Frage welche Ethik dem Erlernen eines Bewusstseins zu Grunde gelegt werden kann und soll. Entscheidend zu dem Erfolg der Veranstaltung haben die zahlreichen Fragen und Wortbeiträge aus dem Publikum beigetragen. So wurde gerade zu dem Thema Lernen u.a. die Frage aufgeworfen ob und wie das Erlernen von Gefühlen möglich ist. Viele weitere Aspekte von KI und Ethik  wurden über den Abend hinweg in lockerer Atmosphäre diskutiert. Positive Rückmeldungen aus dem Publikum zeigten, dass solche Diskussion für eine gesellschaftliche Meinungs- und Konsensbildung gewünscht und notwendig sind. 

Constantin v. Alvensleben: "Das Thema der Veranstaltung hat mich schon seit langer Zeit interessiert, aber mangels einschlägiger Erfahrung fehlte mir das Grundwissen in Bezug auf die Problematik bei der Verwendung Künstlicher Intelligenz. Die Podiumsdiskussion hat in sehr anschaulicher Weise diese Lücke für den Anfang gefüllt und mir den nötigen Denkanstoß gegeben, mich mehr darüber zu informieren. Die Diskutanten auf dem Podium haben in sehr unterhaltsamer Weise die komplexen Themen mit viel Humor dem Publikum nahegebracht, was man auch an der angeregten Fragestunde im Anschluss erkennen konnte. Frau Seynches Moderation ist es hierbei gelungen, das Interesse aller bis zum Ende wach zu halten. Ich hoffe sehr, dass es zu einem geeigneten Zeitpunkt eine Folgeveranstaltung geben kann."

German Beck: "Für mich war es wertvoll die Veranstaltung besucht zu haben, da der kritische Austausch und die vielen unterschiedlichen Ansichten mir bei meiner eigenen Meinungsbildung über Künstliche Intelligenz geholfen haben. Eine tolle Veranstaltung von denen ich mir mehr wünsche."
 

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