15.02.2018
Kritik der Künstlichen Vernunft– einige Anmerkungen zu Hawkings Warnung

Ich darf Sie ganz herzlich zu unserem nächsten Vortragsabend (Präsentation als PDF/Papier zu diesem Thema als PDF) einladen:

 
Referent:  Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann,
                 Information Management Institut IMI,
                 Hochschule Aschaffenburg
Termin:
Donnerstag, 15. Februar 2018, um 18:00

Im Anschluss an den Vortrag laden wir zu einem Get-together mit Imbiss und Getränken ein.

Ort:
Fraunhofer IGD, Fraunhoferstr. 5, 64283 Darmstadt (Anfahrtsbeschreibung)


Computer werden intelligenter sein als Menschen, es besteht also die Gefahr, dass die Geräte eigene Intelligenz entwickeln und die Welt dominieren werden.
Stephen William Hawking, 2001


 Das vage Unbehagen angesichts der zunehmenden Automatisierung in Beruf und Alltag wächst, in zahlreichen Publikationen und in der Presse wird intensiv vor Maschinen neuen Typs gewarnt, nicht zuletzt das obige Zitat von Hawking aufgreifend:  Es werden Befürchtungen vorgebracht, dass die maschinelle Künstliche Intelligenz dem Menschen in absehbarer Zeit überlegen sein wird, und aus der Gesellschaft eine Herrschaft der Maschinen (ein „imperium computatrum“) werden wird.  Bestehen diese Befürchtungen zu Recht?
 Der Beitrag adressiert die Intersektion des Information Management zur Erkenntnistheorie.  Es wird zunächst eine Reihe von wissenschaftlich begründeten und verfügbaren, aber nicht unbedingt allgemein bekannten Aspekten dargelegt.  In der Konklusion kommt der Aufsatz zu der Erkenntnis, dass die populäre Diskussion vor eher den falschen Phänomenen warnt und macht konsequenterweise aufmerksam auf einige reale Gefahren der zunehmenden Automatisierung.


 Die Konklusion zeigt Aspekte der „sinnhaften Automatisierung“ und einer „Kritik der Künstlichen Vernunft“ auf: Die Gefahr der nicht-sinnhaften Automatisierung geht von Maschinen aus, die Prozesse effizient ausführen, die aber in sich nicht sinnvoll konstruiert sind – kann man als Mensch noch „ausweichen“, gibt es menschliche vertrauensvolle Mechanismen, die maschinelle Falschanwendungen revidierbar machen?


Akademischer Fortschritt soll zur Wahrung und Verbesserung von Wohlstand und Lebensqualität sinnvoll umgesetzt werden. Wir sind aufgerufen, zu warnen, wo nicht-sinnhafte Automatisierung umgesetzt wird, die dem Menschen die Handlungsautonomie nimmt, weil sie alternativlose, nicht korrigierbare Prozesse darstellt – dies ist die eigentliche Gefahr für die gesamte Gesellschaft, weniger die „Künstliche Vernunft“ an sich.

Über Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann:


Studium der Informatik mit Nebenfach Volkswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Darmstadt – Promotion im Jahr 1991 bei Professor Encarnacao (Darmstadt) und Professor Stucki (Zürich).


Von 1987–1992 war Professor Hofmann Wissenschaftler und Abteilungsleiter beim Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt. In den Jahren 1993–1996 war er als Berater (Prokurist) bei der KPMG Unternehmensberatung GmbH in Frankfurt und Berlin tätig. Von 1989 bis 1996 diverse Lehraufträge an den Universitäten in Darmstadt, Würzburg und Hohenheim. Professor Hofmann ist der Sprecher der Fachgruppe „Software- und Service-Markt“ der GI e.V. und der Kompetenzgruppe „E-Commerce“ des eco Verband der Internetwirtschaft e.V.; er hat eine Reihe von Beirats- und Aufsichtsratsmandaten inne.


Im November 1996 wurde Herr Hofmann als Professor an die Hochschule in Aschaffenburg berufen. Seine Interessens- und Lehrgebiete umfassen insbesondere das Management von Beratungsunternehmen, Informationsmanagement und Unternehmensführung, sowie E-Commerce und Digitale Märkte.


Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung.


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